Dice Brewing, Ancient Terrible Things

[ 0; 1; 2; 2.5; 3.5; 4.5; 5; 4; 3 ] … was sich wie eine Excel-Tabelle liest, ist in Wahrheit die Entwicklung unserer Gruppengröße von Montag bis Mittwoch.  Gebeutelt durch Krankheit, Gerätedefekte und andere Unwägbarkeiten bleiben zu guter Letzt drei wackere Spieler übrig, um dem Mittwoch noch einen guten Abend zu verleihen.  Auf dem Menü heute: zwei Würfelspiele, die wir schon länger im Schrank stehen haben und die schon öfter auf dem Tisch waren.

Teilnehmer: Philippe, Jochen, Jerry
Gespielt wird bei: Jerry


1. Dice Brewing von Filip Glowacz und Ireneusz Huszczam, erschienen bei Board&Dice

Gewinner: Jerry (55), Jochen (32), Philippe (31)
DB_1 (Medium)

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Fazit: Ein Würfel-Worker-Placement Spiel vom polnischen Verlag Board&Dice, das es in Essen 2014 gab. Dort wurde uns das Spiel von einer jungen und aparten polnischen Dame erklärt, die zwar überaus freundlich, aber leider eher wenig regelfest war.  Trotz holprigem Starts haben wir das Spiel dann aber doch mitgenommen, denn der Kampfpreis von 18 Euro war einfach unschlagbar.

Thema des Spiels: Wir erwürfeln uns Bierchen.  Bunte Würfel stellen Zutaten dar, mit denen wir Bierrezepte brauen oder mit Hilfe von Aktionen unseren Vorrat an Ressourcen ausbauen. Schön ist, dass alle Würfel Doppelfunktion haben, nämlich einmal als Worker/Aktionsauslöser und zum zweiten als Brauzutat, mit der wir über Karten Siegpunkte erzielen. So bauen wir stetig unseren Pool an Würfeln aus und ergattern damit Karte um Karte.

Wir hatten das Spiel schon oft auf dem Tisch und bis jetzt hat es immer Spaß gemacht.  Diesmal aber lief es ziemlich aus dem Ruder: Durch gute Ergebnisse bei den blauen Würfeln ab Runde 3 konnte ich schnell eine Vorrat von insgesamt 5 blauen Würfeln aufbauen, was einen enormen Vorteil bringt und faktisch nicht einholbar ist. Wir mussten also leider feststellen, dass es in diesem Spiel einen Schereneffekt gibt (frühe blaue Extrawürfel bringen schnell weitere Extrawürfel) gibt, der das Spiel kippen lässt.  Ernüchternd.  Insgesamt: Das Handling der blauen Würfel ist leider mehr oder weniger defekt und müsste dringend überarbeitet werden.


2. Ancient Terrible Things von Simon McGregor, erschienen bei Pleasant Company Games
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Gewinner: Philippe (39), Jochen (35), Jerry (28)

Fazit: Und noch ein Würfelspiel, diesmal von einem kleinen Verlag aus Südafrika.  Im altbekannten Kniffel-Stil, eingebettet in ein Cthulhu-ähnliches Thema, erwürfeln wir uns Monsterkarten.  Aufgelockert wird das allseits bekannte „Drei-Mal-Würfeln“ Prinzip durch allerlei Karten und Aktions-Chips, mit denen wir unsere Würfelchancen verbessern können.  Das klingt wenig spektakulär, erzeugt aber erstaunlicherweise immer wieder eine Riesengaudi. Warum, ist nicht ganz klar. Ein Punkt ist, dass das Spiel durchaus eine Reihe von taktischen Entscheidungen fordert, zum anderen aber wegen der Würfelei oft wild hin- und her schwingt. Im Gegensatz zu obigem „Dice Brewing“ gibt es aber keinen „der Reiche wird immer reicher“ Effekt, sondern im Gegenteil kann ein scheinbar sicher gewonnenes Spiel am Ende doch noch verloren gehen. Insgesamt hat man hier einen schönen Dreiklang aus Triumph, Versagen und Schadenfreude. Dieses Spiel ist ein Würfelspiel, das gar nicht versucht, zu viel Planbarkeit vorzutäuschen. Es wird auch in Zukunft immer mal wieder auf den Tisch kommen.

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