Isle of Skye, Puzzle Strike, Fleet Arctic Bounty

… ohne Wind ists im Sommer unterm Dach ganz schön warm.  Wir spielen trotzdem 🙂

Dabei sind: Stefan, Philippe, Tom & Jerry

Gespielt wird bei: Jerry


1. Isle of Skye von Andreas Pelikan und Alexander Pfister, erschienen bei Lookout 2015

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Auch wenn es die Autoren sicher ungern hören würden: Isle of Skye ist sowas wie Advanced Carcassonne, denn die strukturellen Ähnlichkeiten sind schon deutlich: wir bauen eine Landschaft aus Vierecksplättchen auf denen verschiedene Terrains (Wiese, Berge, Wasser) sowie diverse Zusatzelemente (Tiere, Höfe, Türme, Schiffe) zu sehen sind.  Insgesamt sechs Mal gibt es Wertungen, bei denen wir für unterschiedliche Konstrukte belohnt werden: viele Tiere, abgeschlossene Landschaften, Mehrheit an Schiffen und einiges mehr.  Zum Ende des Spiels gibt es dann nochmal eine Sonderwertung, bei der es wiederum Punkte für unterschiedliche Kategorien gibt.

Neben diesen Parallelen zu Carcassonne gibt es aber auch eine Reihe von Abweichungen, die das Spiel insgesamt komplexer machen: so bauen wir nicht zusammen an einer Landschaft, sondern jeder an einer eigenen. Landschaftsplättchen werden nicht einfach so gezogen sondern gekauft und gehandelt. Wertungen sind nicht fix sondern von Spiel zu Spiel variabel. Das erhöht die Zugangshürde (allerdings nicht unangenehm hoch), weil im Spiel einfach mehr Faktoren berücksichtigt werden.

Sehr interessant ist der Mechanismus, über den die Landschaftsplättchen im Spiel verteilt werden: alle Spieler haben Geld welches sie i.W. durch ihre Landschaften generieren.  Zu Beginn jeder Runde zieht alle je drei Plättchen und legen diese offen aus, so dass man sehen kann, was in dieser Runde alles im Spiel ist. Jeder Spieler sortiert jetzt geheim eines der drei Plättchen aus und legt für die anderen beiden einen Kaufpreise fest, den er direkt selbst bieten muss.  Alle zeigen gleichzeitig ihre Plättchen.  Nun werden alle aussortierten Plättchen aus dem Spiel genommen und reihum darf jeder Spieler max. ein Plättchen bei einem anderen Spieler kaufen. Wird ein Plättchen von niemandem gekauft, so erhält es der anbietende Spieler selbst zu dem vorher festgelegtem Preis. Das zusammen erzeugt eine interessante Dynamik: Wenn ich für meine eigenen Plättchen hohe Preise festlege, erschwere ich anderen den Kauf bei mir und erhöhe so die Wahrscheinlichkeit, die Plättchen selbst zu bekommen. Umgekehrt bleibt mir dann aber weniger Geld, um ein ggf. schönes Plättchen bei anderen einzukaufen.  Auch variiert die Anzahl an Plättchen: Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass ich in einer Runde gar kein Plättchen legen kann, weil ich keins einkaufen konnte während meine Angebote beide weggekauft wurden. Genauso kann es aber sein, dass ich am Ende der Handelsphase satte drei Plättchen habe.

Fazit: Ein interessantes Legespiel, das vor allem durch viel Variabilität besticht. Erfordert wegen der Komplexität der sich entwickelnden Landschaften und der unterschiedlichen Wertungskategorien mehr Aufmerksamkeit als sein kleiner Bruder Carcassonne. Der Handelsmechanismus ist trickreich: Wenig Geld zu haben ist problematisch, so dass man hier über mehrere Runden sorgsam planen muss.  Insgesamt: Darf wieder auf den Tisch kommen.

Sieger: Stefan (mit einem Punkt Vorsprung, grummel!)


2. Puzzle Strike von David Sirlin, erschienen bei Pegasus (2015)

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Nochmal auf den Tisch gekommen, nachdem es letzte Woche schon zu gefallen wusste.  Diesmal spielen wir ein Setup, in dem viele Angriffsjuwelen im Spiel sind, die in erster Linie Wunden verteilen. EIne Wunde entspricht in etwa einem Fluch bei Dominion: es ist ein Chip, der keinen Nutzen hat, sondern einfach nur meinen Beutel zumüllt.

Das Spiel macht immer noch Spaß, war mit dem gewählten Setup aber langsamer, weil die Wunden das Spiel für jeden Spieler ausbremsen. Dadurch hatten die Spieler weniger Geld, weniger Crash Juwelen und so war dann auch die Dynamik insgesamt viel geringer. Es wurden kaum große Juwelen fusioniert und wenig geballert. Am Ende stand es 10-9-9-8 wobei alle Spieler ausschließlich Einserjuwelen hatten.

Fazit: In diesem Setup weniger witzig als letzte Woche. Also spielt man dieses Setup eben nicht. Oder anders.

Sieger: Jerry (mit einem Punkt Vorsprung, yay!)


3. Fleet mit Arctic Bounty Erweiterung, von Ben Pitchback und Matt Riddle, erschienen bei Gyphon Games 2012/2014

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Nachdem Fleet heimlich still und leise zu einem Dauerbrenner in unserer Runde wurde, habe ich nochmal in die Tasche gegriffen und die Erweiterung „Arctic Bounty“ sowie die Big Box als Aufbewahrung gekauft. Dazu noch ein paar nette Goodies wie putzige Fisch-Meeples statt Holzklötzchen.

Arctic Bounty ist eine wirklich gelungene Erweiterung, die die (wenigen) Kritikpunkte an Fleet beseitigt.  Es gibt neue Lizenzen, die ähnlich wie die Processing Vessel Lizenz funktionieren (also mehr Fischfang erlauben) und so das Argument eliminieren, die PVL sei zu stark. Dazu kommen neue Extrakarten die vor allem auf mehr Flexibilität zielen.

Trivial aber ungemein effizient ist die neue „Gone Fishing“ („bin beim Angeln“) Karte: Immer wenn ich bei einer Auktion keine Lizenz bekomme, erhalte ich eine „Gone Fishing“ Karte welche wahlweise 2 Geld oder 2 SP wert ist. Zentrale Auswirkung dieser Karte ist, dass das Passen bei einer Auktion wesentlich stärker wird, weil ich dadurch sofort Geld bekomme, das ich entweder für Schiffe einsetzen, oder in der nächsten Runde für eine bessere Lizenz verprassen kann. Super!

Im Spiel selbst kauft Tom alle Pacific Oyster Lizenzen und darf dadurch auf seine Austernboote je bis zu 12 Fische legen. Mit insgesamt 55 Fischen legt er dann einen Rekordfang hin und gewinnt souverän.

Sieger: Tom (mit vielen Punkten Vorsprung, schluck!)

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