Imperial Settlers Nachbarschaftshilfe

Hyper, Hyper! Mittwochsspielen Season 2! Ab 2016 in diesem Blog: Die Hits der 2014er und 2015er und das Beste von heute. Brand-new this week: Krasse Mini-Extension vom Mega-Hit Imperial Settlers.

Extreme Teaser: Demnächst hier live und direkt: Sich in Superlativen überschlagendes Review von Pandemic Legacy. 99.5% Spoiler-free! Guaranteed! Stay tuned!!!1!!

The Gang: MC Bad Bolg, DJ Diesel, Sgt. ProGamer and Blogmaster Jay

House-Party bei: Blogmaster Jay

Refreshments: Noctus 100, Detmolder, Coke Zero and extreme Krombacher alcohol-free


1. Imperial Settlers mit Erweiterung Nachbarschaftshilfe von Ignacy Trzewiczek, Pegasus 2015

Über das grandiose Imperial Settlers wurde hier schon mehrfach berichtet, u.a. in Analysen zu den Strategien der Japaner und denen der Barbaren und Ägypter. Heute kommt zum ersten Mal die Mini-Erweiterung „Nachbarschaftshilfe“ auf den Tisch. Den deutschen Titel halte ich übrigens für viel zutreffender, als das englische Original „Why can’t we be friends?“. Dazu gleich mehr.

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Die Erweiterung enhält 55 neue Karten: Je 10 pro Volk, sowie 13 allgemeine und 2 für’s Solospiel. Eingeführt werden im wesentlichen zwei neue Kartentypen:

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Der oben rechts abgebildete Kartentyp „Produktion mit Fähigkeit“ führt Lagerkarten ein. Auf diesen können wir Rohstoffe legen und so verhindern, dass diese zum Rundenende abgeräumt werden.  Gleichzeitig gibt es für die auf der Karte liegenden Ressourcen Siegpunkte. Das ist eine nette Doppelfunktion, die uns flexibler macht und gleichzeitig nicht unerheblich Siegpunkte generiert. So greifen z.B. Philippes Barbaren über diesen Mechanismus mit einer einzigen Lagerkarte feine 9 Siegpunkt ab. Respekt!

Der links daneben liegende Kartentyp „Offene Produktion“ verhält sich für den ausspielenden Spieler zunächst wie ein reguläres Produktionsgebäude. Zusätzlich dürfen aber nun auch die anderen Spieler dort Waren abgreifen, indem man einfach einen Arbeiter drauf stellt. Der Nachbar bekommt den Rohstoff und der Gebäudebesitzer erhält als Belohnung seinerseits einen Arbeiter aus dem Vorrat. Das ist sozusagen eine win-win-Situation und sorgt für ein positives Spielgefühl, denn bis dato hat man ja nur dann bei den Kollegen vorbeigeschaut, wenn’s was abzureißen gab.

Von den Karten „Offene Produktion“ sind eine ganze Reihe im Spiel, so daß in unserer Vierpersonenpartie zum Ende ca. 10 davon offen ausliegen. Diese Karten erleichtern es erheblich, an Material zu kommen. Wo man früher für fehlende Ressourcen ganze zwei Arbeiter abdrücken musste, reicht jetzt oft ein einziger und zudem bekommt der Kartenbesitzer seinerseits noch ein Männchen geschenkt. Diese Option wird also gern und häufig genutzt und als Folge stehen unserer Runde deutlich mehr Rohstoffe zur Verfügung als gewohnt, was die Rundenlänge schon ab dem zweiten Durchgang spürbar ausdehnt. Statt der knapp 2h, die ein Vierpersonenspiel sonst oft dauert, sind wir mit der Erweiterung gut 2 1/2 Stunden beschäftigt.

Das Spiel gestaltet sich außerordentlich spannend. Jerrys Japaner kommen am besten aus den Startlöchern und haben nach den ersten beiden Runden einen Vorsprung von über 20 Punkten. Aber Toms Ägypter lassen sich nicht beirren, bauen cool ihre Gold-Infrastruktur aus und holen ab Runde 3 kräftig auf.  Auch Philippes Barbaren kommen – leicht verzögert – in Gang, hinken aber immer etwa 10 Punkte hinter den Japanern und Ägyptern her.  Allein Matthias‘ Römer kriegen keine Punktemaschine ans Rennen und werden am Ende sogar fast überrundet. Unbedeutendes Detail am Rande: Irgendwann in Runde 2 unterläuft Tom ein winziger Abrechnungsfehler um läppische 2 Punkte, dessen nachträgliche Korrektur aber von den am Tisch sitzenden Erbsenzählern abgelehnt wird („Musst du halt selbst drauf aufpassen tun“).

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In den letzten zwei Runden entsteht dann ein sehr knappes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Toms Ägyptern und Jerrys Japanern das am Ende mit 106 zu 105 zugunsten der Japaner endet. Na sowas … da fehlen den Ägyptern doch glatt 2 Punkte. Seeeehr ärgerlich.

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Auffällig ist, dass sich die Römer mal wieder schwerer getan haben als die anderen. Ich hatte schon in etlichen Solopartien den Eindruck, dass die Punktemaschine der Römer tendenziell am schwersten ans Laufen zu bringen ist, was m.E. mit den deutlich höheren Baukosten der Römer zu tun hat und mit der Tatsache, dass die Römer kein einziges Völkergebäude bauen können, ohne ein anderes Gebäude abzureißen. Das nervt. So gesehen freue ich mich schon auf die irgendwann in diesem Jahr erscheinende erste „große“ Erweiterung zu Imperial Settlers, in der es ein komplett neues Volk geben wird. Dann fliegen die Römer für’s erste raus.

Fazit: „Nachbarschaftshilfe“ ist eine gelungene Erweiterung, die mehr Material ins Spiel bringt und so die Spieldynamik deutlich erhöht, dies allerdings auf Kosten einer längeren Spieldauer. Schön ist, dass man durch die neu geschaffene Einkaufsmöglichkeiten viel mehr bei den Mitspielern schaut.  Das Spiel wird dadurch interaktiver und verliert einen Teil seines Multi-Player-Solitär Charakters. Mir hat diese Erweiterung so gut gefallen, dass ich die Karten erst gar nicht wieder auseinander sortiert habe. Insgesamt: Empfehlenswert!

 

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Ein Gedanke zu “Imperial Settlers Nachbarschaftshilfe

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