21.11.2018 – Skylands

Architekten vom Dienst: Stefan, Jochen, Phil, Jerry

Gebaut wird: Skylands (Queen Games)

Glückes Geschick! Eben noch ein Würfelspiel (toll!), jetzt ein Legespiel (auch toll!). Bei Skylands baut jeder Spieler seine eigene Stadt in den Wolken, die in Avatar-ähnlicher Ästhetik natürlich aus schwebenden Steininseln in allerlei Farben besteht.

In der Mitte dazu ein Aktionsbrett, das jeder mit einem einsamen Arbeiter bereist. Vier Aktionen stehen uns dort zur Verfügung:

  1. Plättchen nehmen, und so unsere Stadt ausbauen
  2. Fertig ausgebaute Wolkeninseln bevölkern
  3. Bevölkerung gegen Extra-Stadteile abgeben
  4. Bevölkerung gegen Siegpunkte

Schön dabei: Das Auslösen von Aktionen geschieht nach dem bewährten Puerto-Rico-Prinzip: Die Aktion des gewählten Aktionsfeldes wird nicht nur vom aktiven Spieler, sondern auch von allen anderen durchgeführt. Zwangsweise! Der aktive Spieler bekommt dabei einen (kleinen) Vorteil. Bei der Aktion „Plättchen nehmen“ z.B. erhält er zwei neue Stadtplättchen, während sich alle anderen mit einem begnügen müssen.

Spielplan mit 4 Aktionsfeldern

Die Spieldauer von Skylands ist dabei knackig-kurz: Sobald alle im Vorrat liegenden Siegpunkte ausgeschüttet wurden, ist Schluss, was in unserer Proberunde schon nach weniger als 45 Minuten der Fall war. Dies fordert von uns Spielern eine fokussierte Spielweise. Im großen Stil epische Aktionen vorzubereiten oder zu sehr in die Breite zu gehen ist hier fehl am Platze.

Skylands ist eine schöne, einsteigerfreundliche Einführung in das Puerto-Rico-Spielprinzip: Die einzelnen Teilziele (Bauen, Besiedeln, Ausbeuten) sind glasklar, ebenso wie die dafür notwendigen Schritte. Trotzdem muss man die gleichen Überlegungen anstellen wie beim großen Vorbild: Welche Aktion brauche ich? Was brauchen die anderen? Muss ich Aktion X selbst auslösen, oder kann das mein Nachbar für mich erledigen? Aber genauso: Sollte ich X lieber rechtzeitig selbst durchziehen, um mir den entscheidenden kleinen Vorteil zu sichern. Das spielt sich zumindest in der Erstpartie sehr rund und flüssig und kann für Vielspieler als gelungener Aufwärmer oder Absacker bezeichnet werden.

Fazit: Und noch ein gelungenes Leichtgewicht, dass die beiden schönen Spielmechaniken „Rollenwahl“ und „Legespiel“ anfängertauglich zusammenbringt. Guter, erster Eindruck!

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