21.11.2018 – Honga

Als Höhlenbewohner grüßen: Stefan, Jochen, Phil, Jerry

Als Haustier dabei: Honga (HABA)

Bei Honga, dem letzten Spiel des Abends geht es in die Steinzeit. Als Jäger und Sammler raffen wir Ressourcen in Form von Nahrungsmitteln zusammen, erlegen Mammuts und tauschen das Ganze bei einem namenlosen Nachbarstamm gegen siegpunktträchtige Schmuckstücke ein.

Vor uns ein zentrales Spielbrett, auf dem sich etliche Ressourcenquellen finden nebst einigen Feldern, auf denen wir Siegpunkte ergattern können. Standardressourcen (Fische, Pilze, Beeren, Wasser) können wir einfach sammeln, Mammuts müssen zeitaufwändig gejagt werden.

Spielmotor sind dabei kreisrunde Scheiben, auf denen Handsymbole abgebildet sind. Eine solche Scheibe pro Zug bekomme ich und lege sie in einer Ausrichtung meiner Wahl auf den Schnittpunkt mehrerer Aktionsfelder.  Die Handsymbole deuten dabei in Richtung der Aktionsfelder und legen fest, wie oft ich die entsprechende Aktion durchführen kann: Eine Hand sammelt einen Pilz, drei Hände sammeln drei Pilze. Ich kann also stets nur einen kleine Auswahl an Aktionen durchführen und diese auch nicht in beliebiger Kombination.

1 Pilz (unten rechts)
3 Karten (oben rechts)
1x Honga kraulen (oben links)

Der Kniff dabei: In der Mitte des Spiels sitzt Honga, namensgebende Säbelzahntiger und Wanderhaustier unserer Stämme. Honga möchte gekrault werden; will heißen: ich bin aufgefordert, meine Scheibe so hinzulegen, dass mindestens eine Hand auf Honga deutet. Kann oder will ich das nicht, wird Honga traurig und bekämpft seinen Frust mit einer Fressorgie. Und da Schokolade noch nicht erfunden ist, kommt er zu mir und mampft einen Teil meiner Nahrungsvorrats auf. Spieltechnisch heißt das: Opfere eine Aktion oder verliere Ressourcen.

Auch hier haben wir wieder ein leicht aufzufassendes Spielprinzip, bei dem Ziel und Werkzeuge klar vor uns liegen: Erst Sammeln, dann ausgeben. Die dabei auftretenden Zwänge, sind reizvoll ohne zu überfordern: Welche Aktionskombinationen stehen mir mit meiner aktuellen Scheibe überhaupt zur Verfügung? Welche brauche ich am dringendsten? Sollte ich eine Aktion an den streichelsüchtigen Tiger verschwenden oder ist es mir egal, wenn er sich an meinen Vorräten vergreift.

Positiv ist zudem, dass das eingängige Spielprinzip durch variable Aktionskarten und sich fortlaufend ändernde Siegpunktvoraussetzungen aufgelockert und verändert wird. Das verhindert, dass sich zu viel grüblerische Planerei breit macht.

Fazit: Ca. 45 Minuten dauert unsere unterhaltsame Probepartie. Und auch beim dritten Spiel des Abends gilt: macht im Ersteindruck Spaß und ist einsteigerfreundlich. Vor allem das Prinzip der drehbaren Aktionsplättchen gefällt.  Profis greifen aber trotzdem eher zum ausgezeichneten Tore der Welt, bei dem diese schöne Mechanik mit noch mehr Tiefgang umgesetzt wurde.

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